Gemeinsames Konto

Gemeinschaftskonto

Das gemeinsame Konto

Die Besonderheit des gemeinsamen Kontos liegt darin, dass nicht eine Person der Kontoinhaber ist, sondern mehrere gleichberechtigte Personen gemeinsam als Inhaber eingetragen sind. Gleiche Rechte bedeuten auch gleiche Pflichten: Im Falle einer Überziehung haftet jeder Inhaber in vollem Umfang. Damit unterscheidet sich das Gemeinschaftskonto wesentlich von einem Einzelkonto, bei dem neben dem Kontoinhaber allenfalls Bevollmächtigte Zugriff auf das Konto haben. Die Bevollmächtigten können lediglich im Rahmen ihrer Vollmacht Verfügungen tätigen, stehen der Bank gegenüber jedoch nicht in der Pflicht. Verursacht ein Bevollmächtigter durch eine Überziehung einen negativen Saldo, ist der Kontoinhaber alleine in der Verantwortung.

Vorteile des Gemeinschaftskontos

Ein Gemeinschaftskonto kann für Ehepaare, Lebensgemeinschaften und Wohngemeinschaften durchaus sinnvoll sein, um regelmäßige Zahlungen des gemeinsamen Haushalts, zu tätigen. Auch Vereine profitieren von einem Gemeinschaftskonto, dessen Inhaber beispielsweise der Vorstand und der Kassenwart sind. Wird dieses als Und-Konto geführt, wird einem Missbrauch weitgehend vorgebeugt, denn die Transaktionen des Vereines können nur von den verantwortlichen gemeinsam getätigt werden.

Gelegentlich wird als Vorteil genannt, dass Paare Gebühren sparen, wenn sie statt zweier Einzelkonten ein Gemeinschaftskonto einrichten. Das trifft jedoch nur zu, wenn es sich um gebührenpflichtige Konten handelt: Mit einem Gemeinschaftskonto zu denselben Konditionen halbieren sich gegenüber zweier Einzelkonten die Kosten. Es gibt durchaus Lebensgemeinschaften und Ehepaare, die sowohl jeder ein eigenes Girokonto als auch ein gemeinsames Konto haben. Das Gemeinschaftskonto dient in diesem Fall der Abwicklung verschiedener Transaktionen wie der monatlichen Miete, die Zahlung von Versicherungsprämien und der Begleich von Rechnungen für gemeinsame Anschaffungen. Weiterhin kann die Haushaltskasse über das Gemeinschaftskonto verwaltet werden. Der Vorteil: Bei einem Oder-Konto sind alle Inhaber jederzeit ohne den anderen verfügungsberechtigt und können eigenständig Geld abheben, eine Überweisung beauftragen, eine Lastschriftrückgabe veranlassen oder einen Dauerauftrag einrichten.

Nachteile eines gemeinsamen Kontos

Der Nachteil eines Und-Kontos ist, dass Transaktionen nur durch alle Inhaber gemeinsam möglich sind. Ist ein Inhaber krank oder im Urlaub, ist keine Verfügung möglich. Diese Problematik gibt es bei einem Oder-Konto nicht. Stattdessen sind nicht vereinbarte Transaktionen und Überziehungen durch einen Inhaber alleine möglich, die der andere jedoch mit zu verantworten hat. Unter den Inhabern nicht abgesprochene Verfügungen bergen außerdem Konfliktpotenzial, und im Falle eines Streits unter den Inhabern kann sich die Auflösung des Kontos und das Aufteilen des Guthabens als problematisch erweisen.

Weitere Probleme können auftreten

  • Bei der Erteilung eines Freistellungsauftrages
  • Im Falle einer Pfändung

Mehr: Vergleich | Eröffnung | Kontowechsel | Kontoführungsgebühren | Freistellungsauftrag | Kontopfändung | Postident | Gemeinsames Konto

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